Woran erkenne ich einen guten Agile Coach?

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on whatsapp

Agile Coaches sind überall

Gefühlt entspringt aktuell jeder Ecke ein Agile Coach – egal wohin man schaut. Auf Anhieb zu erkennen, wer sich wirklich intensiv mit dem Feld Agilität auseinandergesetzt hat und wer nur auf einen Zug aufspringen will, ist fast unmöglich. Deshalb möchten wir hier ein paar Tipps und Tricks teilen, worauf man achten kann oder sollte, um einen kompetenten Agile Coach auszuwählen.

Vorsicht: Agile Coach ist kein geschützter Begriff

Grundsätzlich kann sich jede Person Agile Coach (siehe auch: Definition Agile Coach) nennen. Das ist kein geschützter Begriff, dementsprechend müssen auch keine bestimmten Voraussetzungen erfüllt sein. Allerdings kann ein Agile Coach nur dann ein hervorragender Begleiter auf dem Weg zur Agilität sein, wenn er oder sie in jeglicher Richtung weiß, wovon er oder sie redet. Und das schafft man nur, indem man auf dem eigenen Lernweg viel Erfahrung in der Praxis gesammelt hat und es es sich zur Berufung gemacht hat, andere auf ihrem Weg zu begleiten. Dieses Wissen wird im Optimalfall nicht nur durch einen Lebenslauf auf der Webseite deutlich, sondern auch durch relevante Veröffentlichungen (Blog/ Webseite, Fachartikel, Bücher oder Videos).

Beim Kennenlernen zeigen sich schon Unterschiede

Einen guten Agile Coach erkennt man zudem im direkten Kontakt: Er oder sie legt von Beginn an Wert auf ein wirkliches Kennenlernen, damit eine gute Partnerschaft entstehen kann. Er oder sie beantwortet nicht nur Fragen sondern stellt selbst welche, um ein Verständnis für die Welt des Coachees zu entwickeln. Er oder sie versteht sich dabei als Forscher, der oder die mehr anbieten kann, als gefordert wurde. Denn er oder sie weiß, dass die meisten Kunden nicht wissen, wonach sie tatsächlich suchen. Die eigentliche Aufgabe eines Agile Coaches ist es, mit dem Kunden zu entdecken was wirklich hilft.

Auf die Kompetenzen eines Agile Coaches achten

Ein guter Agile Coach kann mehr anbieten als Methoden-Kenntnis. Natürlich kennt er oder sie Scrum, XP, Kanban und weitere Praktiken und Tools und kann diese erklären. Er oder sie hat aber weitergehende Kompetenzen und versteht sich selbst auch als Mentor, Lehrer und Facilitator. Die eigene Haltung lässt außerdem das Streben nach Craftmanship erkennen – der Beherrschung der eigenen Disziplin auf hohem Niveau. Ein guter Agile Coach verkauft aber niemals Methoden oder Tools, sondern versucht diese zu nutzen, um Menschen, Teams und Organisationen zu entwickeln.

Manchmal kann es sogar vorkommen, dass ein Agile Coach einem Interessenten oder einer Interessentin einen anderen Anbieter empfiehlt. Wenn er oder sie nicht der oder die Richtige für den Job ist, dann sollte das Anliegen wichtiger sein als die Gewinnerzielung.

Ein Agile Coach ist kein Dienstleister

Sollte es während eines Coachings mal zu Meinungsverschiedenheiten kommen, wird ein guter Agile Coach niemals über einen eventuellen Markennamen argumentieren, sondern immer über sein oder ihr Verständnis von den Dingen. Ebenso ist ein guter Agile Coach nicht unterwürfig, ähnlich eines Dienstleisters, der dem Kunden nach dem Mund redet. Ein Agile Coach wurde hinzugezogen, um mit seiner oder ihrer Expertise etwas zu verändern. Das ist immer mit Schmerzen verbunden. Hier ist es wichtig, tatsächlich zu unterstützen und nicht sich vor unangenehmen Situationen zu verstecken.

Und noch ein letzter Tipp: Sich bei anderen Unternehmen oder in der Szene umhören. Die agile Szene ist gut vernetzt und Agile Coaches kennen sich untereinander.

Close Menu
X