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Menschen mögen Geschichten mehr als rohe Fakten. Mehr als Tipps. Mehr als Hinweise. Das ist immer dann hilfreich zu wissen, wenn man etwas von Menschen erfahren oder Menschen etwas mit auf den Weg geben möchte. Geschichten schlummern in Menschen. Wie erfahren wir sie? Durch Fragen. Nebensächlich für einen Agile Coach? Absolut nicht.

Wir sind so konditioniert, dass wir auf Fragen so konkret wie möglich antworten. Stellen wir geschlossene Fragen werden sie naturgemäß mit Ja oder Nein beantwortet. Fragen wir also einen Interessenten, wie häufig Konflikte in seinem Team vorkommen, erhalten wir eine Zahl oder eine etwaige Zahl als Antwort, aus der wir Schlüsse ziehen können. Nur alleine mit dieser Zahl kommen wir nicht weit. Es fehlt das tatsächlich Interessante. Das Warum. Das Wie. Das Wann. Und noch viele weitere W´s, die es uns und vor allem auch den Interessenten ermöglichen, den Interpretationsspielraum zu verkleinern und näher an reale Situation im Unternehmen zu gelangen.

Stellen wir dagegen möglichst wenige, dafür aber offene Fragen (offen – nicht rhetorisch oder implementierend), geben wir Menschen Raum, ihre Geschichten zu erzählen und nicht nur zu beschreiben. Je stärker wir mit Fragen in eine Unterhaltung eingreifen, desto mehr wandert eine Person vom erzählen wieder zurück zum beschreiben. Was auch immer wir mit unserer Frage in die Köpfe unseres Gegenübers pflanzen, es wird in die eigentliche Gesichte hineinwachsen und überwuchern. Fragen ist eine Kunstform. Menschen erzählen uns nicht einfach so, was für uns wichtig zu wissen wäre. Fragen wir einen Interessenten – und bestenfalls auch noch einige seiner oder ihrer Mitarbeiter – was ihre Unternehmenskultur ausmacht, erhalten wir als Antwort genau die subjektive Einschätzung, die uns die eigentliche Frage wirklich beantwortet und uns in unserem Coaching Prozess weiterhilft.

Klar, das stellt sich gegen unsere Vorliebe eindeutig in Richtig und Falsch, Schlecht oder Gut zu kategorisieren, aber wenn wir eben nicht ein Modell für Unternehmenskultur nehmen und die Mitarbeiter fragen, in welchem der vier Felder von Schneider sie das Unternehmen einordnen würden, können wir viel mehr über die reale Situation in einem Unternehmen und deren Akteure erfahren. Missverständnisse und Irrtümer werden so vermieden und dem Unternehmen kann wirklich geholfen werden.

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